Jedes Radio hat seine Geschichte: Dieses wurde 1960/61 gekauft und dem Eigentümer nach mehr als 40 Jahren noch einmal wie neu präsentiert.


Am Beispiel dieses Radios können noch einmal die Überraschungen beschrieben werden, die sich dem Käufer eines Gerätes selbst in sehr gutem Zustand präsentieren können:
Dieses Radio ist noch immer in erster Hand und hatte die letzten Jahre auf dem Dachboden gestanden, also ideale Voraussetzungen. Der Lack war einwandfrei, nur mit der üblichen Schmutzschicht überzogen. Aber es gab keinen Ton von sich. Ein Kauf hätte sich gelohnt, was der strahlende Anblick oben deutlich macht.
Zunächst war die Reinigungsprozedur (gemäß Teil 1 der Reparaturanleting) durchzuführen. Dazu muss das Chassis ausgebaut werden. Es mussten Spuren früherer Eingriffe (ein vergessenes Teil) beseitigt werden. Man ersetzt die Skalenbirnchen und prüft die Sicherung. Dieses Radio fing sofort an zu "spielen" nachdem eine der drei Sicherungen als defekt erkannt und ersetzt wurde.
Die Suche nach der Ursache der defekten Sicherung dauerte dagegen etwas länger. Sie zeigte sich in einem thermischen Effekt der Verstärkerröhre ECL86. Vorsichtshalber wurde noch der berüchtigte Koppelkondensator zur Endpentode ersetzt (s. Reparaturanleitung). Unerläßlich ist  in jedem Fall die Überprüfung aller Spannungen und Ströme, vor und nach den einstündigen Dauertest (s. Reparaturanleitung Teil 2). Der zeitliche Aufwand: Zwei Tage, die Materialkosten beschränkten sich dagegen auf eine Röhre, einem Kondensator, 2 Birnchen und eine Sicherung sowie Verbrauchsmaterial für die Reinigung.
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